XMP = Extensible Metadata Platform

Die Extensible Metadata Platform (XMP) basiert auf XML und ist ein Standard um Metadaten in digitale Medien einzubetten. XMP-Daten fassen außer IPTC Core auch EXIF- sowie benutzer- definierte Felder zusammen. XMP tritt entweder als Begleitdatei (Sidecar bzw. Buddy File) in Erscheinung oder verbirgt sich ähnlich wie IPTC-IIM als eigener Header in der Bilddatei.


XMP - der Standard für Metadaten

XMP (Extensible Metadata Platform) ist eine Technologie und defacto Standard zur Aufbereitung und Abspeicherung von Metadaten, welcher von der Fa. Adobe im Jahr 2001, zeitgleich mit Photoshop 7, veröffentlicht worden ist. Es gilt als ein zuverlässiges, flexibles, Cross-Plattform-Verfahren. Die Extensible Metadata Platform oder XMP verwendet eine bestimmte Art von Extensible Markup Language (XML) , um Metadaten in digitalen Fotos zu speichern. Durch die Kooperation von Adobe, IPTC und der IDEAlliance im Jahr 2004 wurde das IPTC Core Schema für XMP eingeführt. Es Überträgt Metadaten Werte vom IPTC-Header in das moderne und flexible XMP-Format. Einer der Vorteile von XMP ist es, dass es die Erstellung von benutzerdefinierten Metadaten-Panels ermöglicht. Dazu zählen nicht nur zusätzliche Formen von Daten die es abzuspeichern gilt, sondern sie organisieren auch die Standardeinstellungen, die unter Photoshop "Datei Info" zu finden sind. Diese XMP-basierten Panels können in Photoshop (siehe http://www.adobe.com/products/xmp/custompanel.html für Details) installiert werden und gestatten benutzerdefinierte Metadaten in Bilddateien einzufügen.

XMP - das Austauschformat für Metadaten

Nahezu alle aktuellen Versionen der wichtigsten Media-Asset-Management Tools (Medienarchive und Bildbetextungs-Programme) unterstützen XMP, d.h. sie verfügen über einen Import/Export Filter für XMP. Die XML-Schemen von XMP werden direkt im Header der Datei abgesichert. Sie werden bereits in der entsprechenden Erstellung-Applikation eingegeben (z.B. Photoshop) und sind dann ein fester Bestandteil der Datei. Dadurch entwickeln sich die Metadaten weg vom propritären Abspeichern der einzelnen Media-Asset-Tools hin zu einem offenen Standard der völlig unabhängig von bestimmten Programmen und Dateiformate agieren kann. Das Innenleben der Datei gliedert sich dabei in einen File-Forkund einen Content-Fork: Im File-Fork sind die spezifischen Informationen des jeweiligen Dateiformates abgelegt, also die Bildpixel, Schriftinformationen, Farbprofile, Vektorbeschreibungen usw., welche sich von Dateiformat zu Dateiformat unterscheiden. Im Content-Fork sind die XMP-Metadaten abgelegt, als XML-Schema im Klartext. Die Syntax von XMP ist immer gleich, unabhängig vom Dateiformat. Wenn in eine Media-Asset-Datenbank etwas an den Metadaten geändert wird, muss sichergestellt sein, dass die Änderungen wieder korrekt in den Content-Fork der Ursprungs-Datei zurückgeschrieben werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, das XMP ein Art "PDF" d.h. Austauschformat für Metadaten ist.

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